Im Anfang schuf "Gott" Himmel und Erde und alles was dazugehört und er sah, dass es gut war, aber zu seiner Freude wurde dann im Jahre des Herrn Anno M C M L X I (1961) das Jagdhorn - Bläserkorps in Steinfurt gegründet.

Ende der 50er Jahre begann die deutsche Jägerschaft im ganzen Land Jagdhorn-Bläserkorps aufzustellen, in der Hoffnung, das Jagdhornblasen, das bis dahin fast nur von forstlich ausgebildeten Jägern geblasen wurde, neu zu beleben. Dieses geschah zur Freude der Jägerschaft und wurde ein großer Erfolg.
Den Initiatoren gilt an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank. Auch die Kreisjägerschaft Steinfurt gründete 1961 ihr Bläserkorps. Seit dieser Zeit werden mit großem Eifer Jagdsignale und konzertante Musikstücke eingeübt, welche dann auf Wettbewerben und öffentlichen Veranstaltungen geblasen wurden und bis zum heutigen Tag auch noch geblasen werden. Gibt es dann Lob und Beifall, sind schnell Müh und Arbeit vergessen.
Dr. Norbert Schmiese, einer der Mitbegründer des Steinfurter Bläserkorps, war es, der 1960 durch persönliche Ansprache viele Jäger dazu gewinnen konnte, die Bläserprüfung zu abslovieren. Am 02.09.1960 trafen sich erstmals interessierte Waidgenossen in der Bagno-Gaststätte, um einen Bläserlehrgang ins Leben zu rufen.
Unter der Leitung von Revierjäger Hubert Molitor erfolgte die Ausbildung und am 14.05.1961 bestanden 29 Jäger die Jagdhorn-Bläserprüfung. Diese Gruppe bildete auch gleichzeitig das erste offizielle Bläserkorps der DJV Kreisjägerschaft Steinfurt. Der erste öffentliche Auftritt erfolgte 1962 anlässlich des "Tag des Baumes" in Burgsteinfurt. Jagdlich orientiert war das Blasen bei der Schleppjagd hinter der Cappenberger Meute, bei der Kreisfuchsjagd, beim 50-jährigen Jubiläum des Deutschen Falkenorden 1973 und bei der Ausstellung Jagd und Naturschutz in Steinfurt.
Hier namentlich angegeben alle Gründungsmitglieder:
Abeler Albert, - Ackermann Hans, - Bagert Jochen, - Bordieck Hermann, Brinkmann Alfred, - Dietmar Heiner, - Fischer Adolf, - Frhr. v. Malapert Gustav, - Große Wienker Horst, -- Herlitzius Alex, - Höing Heinz, - Herdering Anton, - Herdering Joseph, - Köninck Friedrich, - Langehaneberg - Alf. , - Lütge Siestrup Ludger, -Meß (geb. Neumann) Rosemarie, - Molitor Hubert, - Mülder Gerrit, - Reygers Wilhelm, - Rösener Siegfried, - Schmiese Dr. Norbert, - Schulze Herder Herbert, - Schulze Pröbsting H. , - Schulze Westerhoff B. , - Ueter Fritz, - Wachsmuth Ewald, - Weiper Bernhard, - Weiss Rudolf ***
Aber schon bald war das Steinfurter Bläserkorps auch bei Wettbewerben vertreten und die Erfolge konnten sich sehen lassen. Bis zum Jahr 2000 wurde an ca. 30 verschiedenen Landeswettbewerben teilgenommen und dabei konnten insgesamt
gewonnen werden. Zweimal war das Team sogar beim Bundeswettbewerb, und zwar 1973 und 1985, auf Schloß Kranichstein, vertreten. Auch international gab es Auftritte, Wettbewerbe oder Hubertusmessen. Auch international gab es Auftritte, Wettbewerbe oder Hubertusmessen, so z. B.: in Belgien: 1976, 1979, 1984 und 1997 in Turnhout; in Holland: 1976 Bronkhorst, 1977 Enschede, 2000 Rijssen; in Östereich: 1976 Ried, 1981 St. Johann, 1994 Melk; in der Schweiz: 1978 Embach, 1980 Zug, 1982 Sinf. Allein diese Auftritte mögen erkennen lassen, mit wieviel Elan und Aktivität hier gearbeitet wude und mit Stolz darf auf diese Erfolge zurückgeblickt werden. Aber nicht nur diese Einsätze zeichneten das Bläserkorps aus, nein, das jagdliche Brauchtum verlangt es auch, z. B. den verstorbenen Waidgenossen ihren letzten Gruß zu entbieten und dadurch zum würdigen Rahmen des ernsten Anlasses ihren Beitrag zu leisten.
Für die breite Öffentlichkeit sind im Abstand von je 7 Jahren im Fürstlichen Bagno unter freiem Himmel in den Jahren 1965, 1972, 1979, 1986, 1993, 2001 (40-jähriges Bestehen) und 2008 in Zusammenarbeit mit Jägern, Reitern, Falknern, Rüdemännern, diversen Bläserkorps, Vertretern der christlichen Kirchen und des öffentlichen Lebens, überörtliche Hubertusmessen gestaltet und zelebriert worden. Viele 1000 Teilnehmer insgesamt erlebten diese eindruckvollen Tage, und manch ein Besucher mag dadurch erstmalig erfahren haben, daß das Waidwerk Teil unserer christlich abendländischen Kultur und kein verabscheuungswürdiger Atavismus ist.
Hubert Molitor hatte von 1961 bis 1969, Josef Mühlenbeck von 1970 bis 1971 und Franz Vorgerd von 1972 bis 2001 die musikalische Leitung des Bläserkorps. Von 2002 bis zum heutigen Tag liegt die musikalische Leitung in den Händen von Frau Ferdinande Joostberens, die unermüdlich und mit sehr viel Einsatz ihre Aufgabe wahrnimmt. Ihnen ist es zu verdanken, daß das Bläserkorps nationale und internationale Erfolge aufzuweisen hat und somit weit über die Grenzen des Münsterlandes hinaus bekannt ist. Dafür gilt ein besonderer Dank. Wie überall, so gab es auch im Bläserkorps Steinfurt ein Auf und Ab, Höhen und Tiefen und es war sicherlich nicht immer leicht auf Vorstandsebene dieses Schiff zu leiten.
So gab es in all den Jahren auch immer wieder Veränderungen im Vorstand und in der Vereinsführung. In den er der Kreisjägersten 16 Jahren gab es keinen eigenen Vorstand für das Bläser-Korps. Christian Fürst zu Bentheim Steinfurt, der 1. Vorsitzende und Dr. Schmiese, der 2. Vorsitzende der Kreisjägerschaft Steinfurt standen auch automatisch dem Bläser-Korps vor, wobei verantwortlich für alle Aktivitäten innerhalb des Bläser-Korps die musikalischen Leiter zeichneten. Dies waren
Im Jahre 1977 wurde dann erstmals ein eigenständiger Vorstand für das Bläser-Korps gewählt, dessen 1. Vorsitzender Hubert Schwanekamp wurde.
Den Vorsitzenden, den musikalischen Leitern und auch den Vorstandsmitgliedern sei an dieser Stelle für ihren ehrenamtlichen Einsatz ganz herzlichst gedankt.
Nach wie vor legen wir auch heute großen Wert auf die Ausbildung von Jagdhornbläserinnen und -bläsern, mit anschließender Bläserprüfung. Wenn auch nicht alle Ausgebildeten dem Kreiskorps beitreten, so gibt es zumindest eine Chance, einige neue Mitglieder dadurch zu bekommen. Aber nicht nur das Jagdhornblasen wird gefördert, nein, auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. So wird jedes Jahr, innerhalb des Veranstaltungskalenders festgelegt, wie und wo gefeiert wird.
Es ist schon lobenswert und zu erwähnen, wieviel Freizeit jedes Mitglied hergibt, um an 70 - 80 Tagen (incl. der Trainingsabende) im Jahr im Einsatz zu sein. Es bleibt nur zu hoffen, daß die Kameradschaft auch weiterhin erhalten bleibt. Nur so wird es möglich sein im Jahr 2011 unser 50-jähriges Jubiläum zu feiern. ***
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